{"id":2274,"date":"2025-05-30T21:52:46","date_gmt":"2025-05-30T09:52:46","guid":{"rendered":"https:\/\/kiwiblog.parapatics.at\/?p=2274"},"modified":"2025-06-02T21:57:11","modified_gmt":"2025-06-02T09:57:11","slug":"abschlussfazit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kiwiblog.parapatics.at\/?p=2274","title":{"rendered":"Abschlussfazit"},"content":{"rendered":"\n<p>Zur\u00fcckkommen ist komisch. Ich habe diesen Blogeitrag angefangen zu schreiben, ein paar Tage nachdem ich in Wien gelandet bin. Inzwischen sind es schon \u00fcber zwei Wochen, dass ich \u00f6sterreichischen Boden zum ersten Mal seit l\u00e4ngerem wieder betreten habe und um ehrlich zu sein, kommt es mir schon sehr lange her vor. Ich w\u00fcrde sagen es hat ein bisschen gedauert, dass ich auch geistig wirklich wieder hier angekommen bin, aber inzwischen bin ich fast voll und ganz wieder da. Das Jetlag ist \u00fcberwunden und nach der Frage \u201eUnd wie wars?\u201c kommt jetzt die Zeit, sich der Folgefrage \u201eUnd was jetzt?\u201c zu widmen. Kleiner Spoiler im Vorhinein: Ich hatte keine gro\u00dfe Erleuchtung auf meiner Reise. Bevor ich mich aber diesem Thema zuwende m\u00f6chte ich meine Reise noch einmal rekapitulieren und euch an meinem Fazit teilhaben lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl Neuseeland einen Gro\u00dfteil meiner Reise in Anspruch genommen hat, k\u00f6nnte es passieren, dass dieses Fazit wird sich viel auf Australien bezieht. Einfach aus dem Grund, dass in diesen sechs Wochen genug passiert ist und sich meine Zeit in Neuseeland schon wieder unglaublich lange her anf\u00fchlt. Au\u00dferdem, habe ich in Australien deutlich mehr Souvenor-Shopping betreiben, deshalb schaut es auch in meinem Zimmer aus, als w\u00e4re ich nur in Australien gewesen. Allgemein habe ich unterschiedliche Arten zu Reisen und unterschiedliche Situationen miterlebt in diesen sechs Monaten und dadurch vor allem sehr viel \u00fcber mich selber gelernt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die beiden L\u00e4nder waren f\u00fcr mich in der Art zu reisen sehr unterschiedlich, besonders daher, dass ich f\u00fcr meine k\u00fcrzere Zeit in Australien viel mehr Plan hatte. Dadurch habe ich vor allem in Hostels weniger Bekanntschaften gekn\u00fcpft, weil ich auch nich mehr so gro\u00dfe Lust hatte, mich auf neue Kurzzeitfreunde einzulassen. Das hat meine Zeit dort aber nicht besser oder schlechter gemacht, sondern nur anders. Bei meinen Aktivit\u00e4ten, sowohl bei der Tauch Woche, als auch nachher im Camper hatte ich ganz wunderbare Gesellschaft also da kann ich mich nicht beschweren. Australien hatte f\u00fcr mich auf den ersten Eindruck weniger einladend gewirkt als sein kleines Nachbarland, aber ich denke das kommt auch daher, dass es so gro\u00df und weit und leer ist. Inzwischen bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich einen allgemeinen Favoriten habe &#8211; ich danke da m\u00fcsste ich ins Detail gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach meiner Ankunft in Australien, war mein erster Eindruck,  Neuseeland finde ich sch\u00f6ner, inzwischen bin ich mir nicht mehr sicher. Landschaftlich sind in beiden L\u00e4nder so unterschiedlich und vielf\u00e4ltig, dass man das fast nicht vergleichen kann. Trotzdem ist Neuseeland wohl eher meine Wahl, wenn es um Gegend, Natur und Klima geht. In Hinblick auf die Tiere ist es dann schon wieder schwieriger, immerhin hat Neuseeland quasi nur V\u00f6gel und ich muss sagen K\u00e4ngurus und Echidnas sind schon cooler. Und wer jetzt argumentiert, aber Australien versucht einen zu t\u00f6ten, Jain. Angst hatte ich nie, ich fand es meistens einfach nur eher l\u00e4stig, dass man nicht im Meer schwimmen konnte ohne Sorgen vor Quallen zu haben. So gesehen, gewinnt Neuseeland wohl auch in der Kategorie Flora und Fauna. Was flora und Fauna nat\u00fcrlich beeinflusst ist das Klima und ich denke, um mir von Australien ein umfassendes Bild zu machen, m\u00fcsste ich dort mehr Zeit verbringen. Aber im Endeffekt w\u00fcrde ich auf lange Sicht wohl den Winter schon ein bisschen vermissen.<br>Mal Abgesehen von der Natur und den Tieren muss man leider schon sagen, dass wenn man sich St\u00e4dte, Bezahlung und Berufschancen  anschaut, Australien schon die Attraktiveren Lebensverh\u00e4ltnisse bietet und deshalb bin ich nicht sicher, wohin ich auswandern w\u00fcrde, m\u00fcsste ich mich entscheiden. Eigentlich ist es ja auch kein Wettbewerb, immerhin habe ich nicht vor, in n\u00e4chster Zeit langfristig ans andere Ende der Welt zu ziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was die beiden L\u00e4nder verbindet ist, dass ich auf meiner Reise viel \u00fcber mich selbst gelernt habe und einfach ein bisschen in mir gewachsen bin. Eine Sache, die ich beispielsweise von meiner Reise mitgenommen habe ist, wie sch\u00f6n es manchmal ist, Dinge alleine zu unternehmen. Besonders wenn es um Dinge geht, wo ich mir gerne viel Zeit nehmen m\u00f6chte, wie bei einem Museums- oder Zoo Besuch. Orte, wo ich gerne alle Schilder lesen m\u00f6chte, ohne das Gef\u00fchl zu haben, meine Begleitung fadisisert sich schon. <br>Aber gleichzeitig habe ich auch gesehen, wieviele tolle Menschen es da drau\u00dfen gibt und wie gerne ich eigentlich in Gesellschaft bin. Denn im gro\u00dfen und ganzen sind die meisten Erfahrungen irgendwie noch mal eine kleine Spur besser, wenn man sie mit jemandem teilen kann. Auch wenn man die Person vielleicht erst \u201cin the process\u201d kennenlernt. Ich habe auch gemerkt wie einfach es ist, Menschen kennenzulernen, wenn alle Beteiligten offen a die Sache herangehen und dass es nicht schlimm ist, viele von diesen Menschen vielleicht nie wieder zu sehen. Was nicht bedeutet, dass ich nicht auch Personen gefunden habe, die ich gerne behalten w\u00fcrde, aber und auch dass hat mir die Reise vor Augen gef\u00fchrt, wenn man m\u00f6chte \u00e4ndern auch 18000 km und 12 h Zeitunterschied nichts an der Qualit\u00e4t einer Freundschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterschiede zu Europa gibt es nat\u00fcrlich viele, aber die zwei die ich jedoch am meisten mitgenommen habe, bzw die mir als erstes einfallen, sind folgende. Zum einen ist das die Wahrnehmung on Distanz. Dadurch, dass alles so weit auseinander ist, f\u00fchlt es sich weniger weit an, vier Stunden mit dem Auto irgendwo hin zu fahren. Denn die Aussicht aus dem Auto ist eh sch\u00f6n, aber wenn man stehenbleibt ist da halt nichts. Das verliert sich jedoch sehr schnell wieder, wenn man nach Europa zu r\u00fcck kommt und meine Theorie dazu ist, dass einfach deutlich mehr ORte auf kleinerem Raum existieren. Wenn man in Neuseeland unterwegs ist, f\u00e4hrt man manchmal zwei Stunden, ohn auch nur einen kleine Ortschaft zu kreuzen, das geht bei uns garnicht. Deshalb kommt es einem viel weniger weit vor, eben wei lad nichts ist. Wie viele Orte es in Europa gibt, ist mir besonders aus dem Flugzeug aus anfgefallen, im Landeanflug auf M\u00fcnchen. Das ist schon en starker Kontrast zu \u201cDown Under\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>Der zweite Unterschied, und das ist wohl der, der mich am meisten zur Ver\u00e4nderung angesto\u00dfen hat, ist die Mentalit\u00e4t der Menschen, die ich getroffen habe. Es mag an der Tatsache liegen, dass ich mich viel unter Reisenden aufgehalten habe, aber besonders in Neuseeland bin ich der Meinung dass sich das nicht nur auf Reisende Beschr\u00e4nkt. Ich glaube ich habe das schon in meinem Neuseeland Fazit angesprochen, es geht mir um ie Gelassenheit mit der an so ziemlich alle Lebenssituationen herangegangen wird. Es ist alles ein bisschen weniger stressig und ein bisschen mehr Wurscht als in Europa. Auch das liegt vielleicht an der Bev\u00f6lkerungsdichte oder so, aber ich habe das Gef\u00fchl dass Europa deutlich kompetitiver ist und weniger gut mit einem \u201cich wei\u00df noch nicht, was ich eigentlich machen will\u201d umzugehen wei\u00df. Diese \u201ces wird schon werden\u201d Einstellung hat mich in meiner Planlosigkeit doch stark beruhigt und den Entscheidungsdruck herausgenommen. Das hei\u00dft jetzt nicht, dass meine Lebensphilosophie sich zu \u201czur\u00fccklehnen und nichts tun\u201d gewandelt hat, sondern nur dass mir jetzt ein \u201cProbier es halt einmal aus, du hast eh zeit\u201d nicht mehr ganz so utopisch vorkommt. Und so versuche ich diese Ruhe auch in das stressige Europa ein bisschen mitzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Empfang von meiner Heimatstadt war so, wie man sich das von Wien erwartet, kalt und grau. Das kann Wien auch im Mai, aber ich muss sagen ich habe mich erstaunlich stark \u00fcber dieses \u201eschlechte\u201c Wetter gefreut. Nach so viel Sommer, Sonne, Hitze und Sonnenschein waren ein paar kalte, verregnete Tage eine sehr willkommene Abwechslung. Au\u00dferdem hat sich das ganze, wie ein sehr authentisches \u201eWilkommen zur\u00fcck in Wien, das hast du jetzt davon\u201c angef\u00fchlt. Auf eine komische Art und Weise irgendwie charmant.<\/p>\n\n\n\n<p>Und da ich jetzt wieder da bin, war\u2019s das wohl vorerst mit meinen (mehr oder weniger) regelm\u00e4\u00dfigen Blog Updates. Sch\u00f6n dass du bis jetzt dabei geblieben bist, ich sehe zwar nicht wer meinen Blog liest, aber ich freue mich trotzdem \u00fcber jeden, der vorbeischaut. Vielleicht werde ich diesen Blog bei meinen n\u00e4chsten Abenteuern wieder aufleben lassen, aber bis dahin. Cheers, hat mich sehr gefreut.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:121px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>P.S. Um diese Frage auch noch zu beantworten, nein noch habe ich nicht das sofortige Bed\u00fcrfnis Wien wieder den R\u00fccken zuzukehren, aber  was meine Reise schon gemacht hat, ist meine allgemeine Reiselust zu wecken. Wenn man einmal so weit weg war, wirkt alles pl\u00f6tzlich viel n\u00e4her und erreichbarer. Die welt ist doch garnicht soooo gro\u00df.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur\u00fcckkommen ist komisch. Ich habe diesen Blogeitrag angefangen zu schreiben, ein paar Tage nachdem ich in Wien gelandet bin. 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